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UV-Druck, Grenzenlose Lösungen.

Was lässt sich mit einem UV-Drucker wirklich drucken? Materialien, Produkte und häufige Herausforderungen

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Was lässt sich mit einem UV-Drucker wirklich drucken? Materialien, Produkte und häufige Herausforderungen

UV-Drucker werden oft als Maschinen beworben, die auf nahezu alles drucken können.

Acryl, Glas, Metall, Holz, Kunststoff, Leder, Verpackungen, Werbeartikel – die Liste ließe sich sehr lang gestalten.

Doch in der realen Produktion ist die wichtigere Frage nicht einfach:

Kann ein UV-Drucker auf diesem Material drucken?

Die bessere Frage lautet:

„Kann man mit diesem Material zuverlässig haftend drucken und eine gute Bildqualität sowie stabile Produktionsergebnisse erzielen?“

Dieser Unterschied ist wichtig.

Ein Material kann direkt nach dem Drucken perfekt aussehen, sich aber nach der Handhabung ablösen. Ein flexibles Produkt kann auf dem Druckbett hervorragend aussehen, aber nach dem Biegen brechen. Zwei Acrylplatten, die fast identisch aussehen, können aufgrund ihrer Beschichtungen oder Oberflächenbeschaffenheit völlig unterschiedliche Haftungsergebnisse liefern.

UV-Druck ist äußerst vielseitig, doch für einen erfolgreichen Druckvorgang sind mehr Faktoren als nur der Drucker selbst entscheidend. Materialeigenschaften, Oberflächenvorbereitung, Tintenzusammensetzung, Produktform, Anforderungen an die Weißtinte und Aushärtungsbedingungen spielen allesamt eine Rolle.

Dieser Artikel erklärt, was man realistischerweise mit einem UV-Drucker drucken kann – und was man vor Produktionsbeginn überprüfen sollte.

1. Ein UV-Drucker bedruckt nicht einfach „alles“.

Eines der größten Missverständnisse beim UV-Druck ist die Annahme, dass jedes flache Objekt auf den Drucktisch gelegt und erfolgreich bedruckt werden kann.

Tatsächlich lassen sich Materialien im Allgemeinen in drei Kategorien einteilen.

Leicht druckbare Materialien

Diese Materialien liefern in der Regel relativ stabile Druckergebnisse, wenn die richtige UV-Tinte verwendet wird.

Beispiele hierfür sind:

  • Acryl

  • PVC

  • Beschichtetes Holz

  • Keramikfliesen

  • Einige ABS- und PC-Kunststoffe

  • Beschichtete Platten

Materialien, die einer Prüfung bedürfen

Diese Materialien lassen sich unter Umständen gut bedrucken, die Haftung kann jedoch je nach Oberfläche variieren.

Beispiele hierfür sind:

  • Glas

  • Edelstahl

  • Aluminium

  • Pulverbeschichtetes Metall

  • PET

  • Einige Acrylprodukte

  • Glänzende Kunststoffe

Schwierige Materialien

Manche Materialien weisen eine niedrige Oberflächenenergie, flexible Oberflächen oder Beschichtungen auf, die das Aufhaften von Tinte erschweren.

Beispiele hierfür sind:

  • PP

  • PE

  • Weiche Kunststoffe

  • Silikonbehandelte Oberflächen

  • Flexible Lederprodukte

  • Produkte mit unbekannten Beschichtungen

Für diese Materialien können Grundierung, Oberflächenbehandlung, flexible Tinte oder zusätzliche Tests erforderlich sein.

Der entscheidende Punkt ist einfach:

Die Materialbezeichnung allein reicht nicht aus, um die Bedruckbarkeit zu bestimmen.

Beispielsweise können zwei Produkte beide als „Acryl“ bezeichnet werden, aber eines kann eine andere Beschichtung oder Oberflächenbehandlung aufweisen, die die Tintenhaftung erheblich beeinflusst. Aus diesem Grund sind Materialprüfungen in der Praxis zuverlässiger als Entscheidungen, die allein auf der Materialbeschreibung basieren.

2. Die Oberflächenbeschaffenheit kann wichtiger sein als das Material selbst.

Bevor wir auf konkrete Materialien eingehen, ist es wichtig, einen der größten Faktoren beim UV-Druck zu verstehen: den Zustand der Oberfläche .

Eine saubere, stabile Oberfläche kann ganz anders drucken als eine Oberfläche, die mit Folgendem verunreinigt ist:

  • Staub

  • Öl

  • Fingerabdrücke

  • Trennmittel

  • Schutzbeschichtungen

  • Chemische Rückstände

Dies ist besonders wichtig beim Bedrucken von Glas, Metall und geformten Kunststoffprodukten.

Häufig sieht das gedruckte Bild unmittelbar nach dem Druck hervorragend aus. Die Farben sind leuchtend, das Bild ist scharf, und der Kunde genehmigt das Muster.

Nach einem Klebebandtest oder wiederholter Handhabung beginnt sich die Tinte jedoch abzulösen.

In vielen Fällen liegt das Problem nicht an der Druckauflösung. Es handelt sich vielmehr um ein Haftungsproblem, das durch die Oberflächenbeschaffenheit, die Tintenverträglichkeit oder den Aushärtungsprozess verursacht wird.

Bei schwierigen Materialien sollten Reinigung und Prüfung von Anfang an Teil des Druckprozesses sein und nicht erst im Nachhinein erfolgen.

3. Starre Materialien: Wo UV-Druck am besten geeignet ist

UV-Flachbettdrucker eignen sich besonders für starre Produkte.

Acryl

Acryl ist eines der beliebtesten UV-Druckmaterialien.

Es wird häufig verwendet für:

  • Beschilderung

  • Anzeigetafeln

  • Dekorative Produkte

  • Fototafeln

  • Verkaufsdisplays

  • Personalisierte Geschenke

Transparentes Acryl ermöglicht auch spezielle Druckeffekte.

Ein Drucker kann beispielsweise weiße Tinte unter die Farbschicht auftragen, um die Farbdeckung zu verbessern. Alternativ kann man mit dem Negativdruckverfahren auf die Rückseite einer transparenten Folie drucken.

Allerdings verhalten sich nicht alle Acrylprodukte gleich. Gegossenes, extrudiertes, beschichtetes und recyceltes Acryl können unterschiedliche Haftungsergebnisse liefern.

Holz

Holz bietet eine weitere interessante Anwendung für den UV-Druck.

Zu den gängigen Produkten gehören:

  • Dekorative Paneele

  • Holzschilder

  • Geschenkboxen

  • Kunsthandwerk

  • Möbelkomponenten

  • Personalisierte Produkte

Natürliches Holz kann ein einzigartiges Erscheinungsbild erzeugen, da die Maserung auch bei bestimmten Druckkonfigurationen sichtbar bleiben kann.

Allerdings können stark unebene oder unbehandelte Hölzer Probleme bereiten. Oberflächenebenheit, Porosität und Textur können die Bildqualität beeinträchtigen.

PVC und andere starre Platten

PVC-Platten werden häufig in der Werbung und bei Beschilderungen eingesetzt.

UV-Druck kann verwendet werden für:

  • Werbetafeln

  • Schautafeln

  • Ausstellungsgrafiken

  • Innenausstattung

  • Individuell gestaltete Schilder

Starre Platten lassen sich im Allgemeinen leichter auf einem Flachbettdrucker positionieren, wodurch sie sich für die wiederholbare Produktion eignen.

4. Glas und Metall: Gute Bildqualität bedeutet nicht immer gute Haftung

Glas und Metall sind beliebte Anwendungsbereiche für den UV-Druck, erfordern aber mehr Aufmerksamkeit als viele andere starre Materialien.

Produkte können Folgendes umfassen:

  • Glaspaneele

  • Dekoratives Glas

  • Flaschen

  • Metallschilder

  • Aluminiumpaneele

  • Edelstahlprodukte

  • Industrielle Typenschilder

Da diese Oberflächen oft glatt und nicht porös sind, kann UV-Tinte nicht automatisch eine starke Verbindung eingehen.

Ein Ausdruck kann beim Verlassen des Druckers perfekt aussehen, aber später während des Druckvorgangs fehlschlagen:

  • Klebebandtest

  • Kratzen

  • Wiederholte Handhabung

  • Reinigung

  • Transport

Der Druckprozess für diese Materialien kann Folgendes umfassen:

  1. Oberflächenreinigung

  2. Materialspezifische Prüfung

  3. Grundierung oder Haftvermittler, falls erforderlich

  4. Korrekte UV-Härtung

  5. Haftungsprüfung vor der Massenproduktion

Unterschiedliche Materialien und Beschichtungen erfordern unterschiedliche Lösungen. Eine Druckkonfiguration, die auf einer Aluminiumsorte gut funktioniert, liefert möglicherweise nicht dasselbe Ergebnis auf einem anderen beschichteten Metallprodukt.

Aus diesem Grund sollte der UV-Druck auf Glas und Metall als Gesamtprozess und nicht nur als Druckereinstellung betrachtet werden. Branchenrichtlinien betonen ebenfalls, dass die Haftung von der Oberflächenvorbereitung, der Substratverträglichkeit, der Primerwahl und den Aushärtungsbedingungen abhängt.

5. Plastik ist nicht einfach nur „Plastik“.

Einer der häufigsten Fehler bei der Beurteilung von UV-Drucken ist, das Material einfach als Kunststoff zu bezeichnen.

Unterschiedliche Kunststoffe können sich sehr unterschiedlich verhalten.

Beispiele hierfür sind:

  • ABS

  • PC

  • PVC

  • PET

  • PP

  • PE

  • Acryl

Manche Kunststoffe lassen sich relativ leicht bedrucken, während andere eine geringe Oberflächenenergie aufweisen und die Haftung der Tinte beeinträchtigen.

PP und PE beispielsweise erfordern oft zusätzliche Aufmerksamkeit.

Mögliche Lösungen könnten sein:

  • Oberflächenreinigung

  • Grundierung

  • Corona-Behandlung

  • Plasmabehandlung

  • Flammenbehandlung

  • Materialspezifische Tintensysteme

Die richtige Lösung hängt von den konkreten Produkt- und Produktionsanforderungen ab.

Beispielsweise gelten für eine dekorative Kunststoffplatte, die im Innenbereich verwendet wird, andere Anforderungen an die Haltbarkeit als für ein Kunststoffprodukt, das berührt, gereinigt, gebogen oder Witterungseinflüssen ausgesetzt wird.

Daher ist es ratsam, das tatsächliche Produkt zu testen, anstatt anzunehmen, dass sich alle Produkte aus demselben Kunststoff identisch verhalten. Auch die Materialauswahlempfehlungen von UV-Druckspezialisten betonen, dass Oberflächenenergie und Substratbeschaffenheit dazu führen können, dass scheinbar ähnliche Materialien sehr unterschiedliche Haftungsergebnisse liefern.

6. Flexible Materialien stellen eine andere Herausforderung dar: Rissbildung

Das Bedrucken einer starren Platte und das Bedrucken eines flexiblen Produkts sind nicht dasselbe.

Betrachten Sie Produkte wie:

  • PU-Leder

  • Kunstleder

  • Geldbörsen

  • Taschen

  • Flexible Kunststoffprodukte

  • Weiche Einbände

Die größte Herausforderung liegt möglicherweise nicht allein in der Haftung.

Es könnte an der Flexibilität liegen.

Ist die ausgehärtete UV-Tintenschicht zu starr, kann das gedruckte Bild beim Biegen des Materials reißen.

Deshalb sollte ein gelungener Druck danach beurteilt werden, wie das Endprodukt tatsächlich verwendet wird.

Zum Beispiel:

Eine flache Lederdekoration kann mit einer Standard-UV-Tintenkonfiguration gut funktionieren.

Eine Geldbörse, die hunderte Male geöffnet und gefaltet wird, erfordert ein flexibleres Drucksystem.

Zu berücksichtigende Faktoren sind unter anderem:

  • Flexibilität der Tinte

  • Dicke der weißen Tinte

  • Anzahl der gedruckten Schichten

  • Lackdicke

  • Biegerichtung

  • Häufigkeit der Anwendung

Eine dickere Tintenschicht ist nicht immer besser.

Bei einigen flexiblen Anwendungen kann die Reduzierung unnötiger Farbschichtdicke und die Verwendung eines geeigneten flexiblen Farbsystems die Rissbildung verringern. Praktische Richtlinien für den UV-Druck unterscheiden zudem zwischen den Anforderungen an starre und flexible Farben, insbesondere für wiederholt gebogene Materialien.

7. Die Produktform ist genauso wichtig wie das Material.

Ein UV-Drucker kann zwar auf ein Material drucken, aber die Form des Produkts kann dennoch darüber entscheiden, ob eine bestimmte Maschine geeignet ist.

Betrachten wir drei Produkte:

  • Eine flache Acrylplatte

  • Eine zylindrische Flasche

  • Ein unregelmäßiges Werbeprodukt

Alle drei können druckbare Materialien verwenden, erfordern aber unterschiedliche Druckverfahren.

Flachprodukte

UV-Flachbettdrucker eignen sich für Produkte wie:

  • Acrylglasplatten

  • Metallpaneele

  • Holz

  • Glaspaneele

  • Verpackungsmuster

  • Handyhüllen

  • Kleine Werbeartikel

Die wichtigsten Überlegungen sind üblicherweise:

  • Druckgröße

  • Produktdicke

  • Oberflächenebenheit

  • Positioniergenauigkeit

Zylindrische Produkte

Zylindrischer UV-Druck eignet sich möglicherweise für:

  • Flaschen

  • Becher

  • Tassen

  • Kosmetikbehälter

Gegebenenfalls ist ein Rotationssystem oder eine spezielle zylindrische Druckkonfiguration erforderlich.

Auch der Durchmesser und die Formkonsistenz des Produkts sind wichtig.

Unregelmäßige Produkte

Produkte mit unebenen Oberflächen erfordern möglicherweise:

  • Einrichtungsgegenstände

  • Positionierungssysteme

  • Kamera- oder Bildverarbeitungssysteme

  • Kundenspezifische Produktionsabläufe

Für Hersteller, die viele verschiedene kundenspezifische Produkte produzieren, kann die Positionierung genauso wichtig werden wie die Druckqualität.

8. Wann benötigt man weiße Tinte?

Weiße Tinte ist eine der nützlichsten Eigenschaften beim UV-Druck.

Dies ist besonders wichtig beim Drucken auf:

  • Transparente Materialien

  • Dunkle Materialien

  • Farbige Materialien

  • Metalloberflächen

  • Glas

Ohne eine weiße Grundierung können CMYK-Farben weniger leuchtend wirken, da die Farbe des Materials das Endergebnis beeinflusst.

Beispielsweise kann das direkte Bedrucken von transparentem Acryl ohne weiße Tinte einen durchscheinenden Effekt erzeugen.

Durch das Hinzufügen von weißer Tinte unter der CMYK-Ebene können die Farben kräftiger und deckender wirken.

Mit weißer Tinte lassen sich auch folgende Dinge herstellen:

  • Erhabene Texturen

  • Mehrschichteffekte

  • Blindenschrift

  • Dekorative Muster

  • Spezialeffekte

Die Menge an weißer Tinte sollte jedoch nicht einfach erhöht werden, ohne vorher Tests durchzuführen.

Bei flexiblen Produkten kann eine zu dicke weiße Schicht das Risiko von Rissen beim Biegen erhöhen.

Die Druckkonfiguration sollte dem Endprodukt entsprechen.

9. Grundierung, Lack und Tinte sind unterschiedliche Werkzeuge

Beim UV-Druck werden diese Funktionen manchmal verwechselt.

Grundierung

Grundierung wird hauptsächlich verwendet, um die Haftung von Tinte auf schwierigen Oberflächen zu verbessern.

Je nach Material kann eine Grundierung dazu beitragen, eine besser geeignete Oberfläche für UV-Tinte zu schaffen.

Weiße Tinte

Weiße Tinte wird hauptsächlich verwendet für:

  • Opazität

  • Farbverbesserung

  • Schichtdruck

  • Spezialeffekte

Lack

Mit UV-Lack lassen sich folgende Dinge herstellen:

  • Glanzeffekte

  • Matte Effekte

  • Textur

  • Zusätzlicher Oberflächenschutz

Diese Funktionen sind jedoch nicht austauschbar.

Wenn ein Produkt eine schlechte Tintenhaftung aufweist, löst das einfache Hinzufügen von mehr weißer Tinte oder Lack nicht das zugrunde liegende Problem.

Die Lösung erfordert möglicherweise eine Oberflächenvorbereitung, einen geeigneten Primer oder eine andere Tintenkonfiguration. Druckerhersteller und UV-Tintenspezialisten empfehlen ebenfalls, Primer als spezifisches Haftmittel zu betrachten und nicht als Ersatz für eine ordnungsgemäße Oberflächenvorbereitung und Materialverträglichkeit.

10. Häufige Probleme beim UV-Druck nach Material

Nachfolgend sind einige häufige Probleme aufgeführt, die während der Produktion auftreten können.

Problem: Der Druck sieht perfekt aus, blättert aber ab

Mögliche Ursachen:

  • Oberflächenverunreinigung

  • Falsche Tinte für das Material

  • Unzureichende Haftung

  • Falscher Primer

  • Unsachgemäße Aushärtung

Empfohlene Vorgehensweise:

Reinigen Sie das Material, testen Sie den tatsächlichen Untergrund, beurteilen Sie die Primer-Kompatibilität und überprüfen Sie die Aushärtungseinstellungen.

Problem: Die Tinte reißt, wenn das Produkt gebogen wird.

Mögliche Ursachen:

  • Die Tinte ist zu starr

  • Zu viele gedruckte Schichten

  • Die weiße Tintenschicht ist zu dick

  • Das Material biegt sich häufig

Empfohlene Vorgehensweise:

Verwenden Sie eine flexiblere Tintenkonfiguration und testen Sie das Produkt unter realistischen Biegebedingungen.

Problem: Farben wirken auf transparentem Material blass.

Mögliche Ursachen:

  • Keine weiße Grundierung

  • Transparentes Substrat beeinflusst die Farbe

Empfohlene Vorgehensweise:

Testen Sie eine kontrollierte weiße Tintengrundierung.

Problem: Die Druckqualität ist zwischen verschiedenen Chargen inkonsistent.

Mögliche Ursachen:

  • Materiallieferant gewechselt

  • Oberflächenbeschichtung geändert

  • Oberflächenverunreinigung

  • Unterschiedliche Aushärtungsbedingungen

Empfohlene Vorgehensweise:

Führen Sie Aufzeichnungen über zugelassene Materialien und testen Sie neue Materialchargen vor der Produktion.

11. Der wichtigste Schritt: Testen Sie das tatsächliche Produkt.

Wenn Kunden fragen, ob ein UV-Drucker auf ihrem Material drucken kann, sind Fotos zwar hilfreich, aber nicht ausreichend.

Das beste Testmaterial ist das eigentliche Produkt, das in der Produktion eingesetzt werden soll.

Ein praktischer Testprozess kann Folgendes umfassen:

  1. Drucken Sie ein Muster mit der vorgeschlagenen Tintenkonfiguration.

  2. Lassen Sie den Druckprozess sich entsprechend dem Produktionsablauf stabilisieren.

  3. Prüfen Sie Bildqualität und Farbe.

  4. Führen Sie einen Haftungstest durch.

  5. Bei Bedarf einen Kratz- oder Abriebtest durchführen.

  6. Biegen Sie das Produkt, falls es flexibel ist.

  7. Testen Sie das Produkt unter realistischen Einsatzbedingungen.

  8. Vergleichen Sie gegebenenfalls verschiedene Tinten-, Grundierungs- oder Aushärtungskonfigurationen.

Dieser Prozess ist besonders wichtig vor dem Kauf eines UV-Druckers für eine spezielle Anwendung.

Bei einem erfolgreichen UV-Druckprojekt geht es nicht nur darum, zu beweisen, dass der Drucker einmalig ein schönes Bild erzeugen kann.

Es geht darum zu beweisen, dass der Druckprozess zuverlässig wiederholt werden kann.

12. Wie Sie den richtigen UV-Drucker für Ihre konkrete Anwendung auswählen

Anstatt mit der Frage zu beginnen:

„Welches UV-Druckermodell sollte ich kaufen?“

Beginnen Sie mit diesen Fragen:

Welche Produkte möchten Sie drucken?

Flache Platten, Flaschen, Verpackungen, Werbeartikel oder Industrieteile?

Was ist die maximale Produktgröße?

Die Druckfläche sollte dem größten Produkt entsprechen, das Sie herstellen möchten.

Wie dick sind die Produkte?

Der Drucker muss genügend Freiraum für das eigentliche Objekt bieten.

Sind die Materialien starr oder flexibel?

Dies wirkt sich auf die Tintenauswahl und die Druckkonfiguration aus.

Benötigen Sie weiße Tinte oder Lack?

Dies kann für transparente, dunkle, farbige oder Spezialeffekt-Anwendungen erforderlich sein.

Benötigen Sie hohe Produktivität?

Die Konfiguration des Druckkopfs und die Produktionsgeschwindigkeit sollten Ihrem erwarteten Tagesvolumen entsprechen.

Benötigen Sie eine automatische Positionierung?

Bei kundenspezifischen oder unregelmäßigen Produkten kann der Einsatz einer Kamera oder eines Bildverarbeitungssystems die Effizienz steigern.

Der richtige UV-Drucker ist nicht unbedingt die größte oder schnellste Maschine.

Es ist die Maschine, die zu Ihren Materialien, Produkten, Ihrem Produktionsvolumen und Ihren zukünftigen Geschäftsplänen passt.

Schlussbetrachtung

UV-Drucker können auf einer beeindruckenden Bandbreite von Materialien drucken.

Erfolgreicher UV-Druck besteht jedoch nicht einfach darin, ein Objekt auf den Drucker zu legen und auf Start zu drücken.

Das Endergebnis hängt von einer Kombination folgender Faktoren ab:

  • Materialeigenschaften

  • Oberflächenbeschaffenheit

  • Tintenkompatibilität

  • Grundierungsanforderungen

  • Produktform

  • Konfiguration der weißen Tinte

  • Flexibilität der Tinte

  • UV-Härtung

  • Testverfahren

Aus diesem Grund sollte die Materialprüfung ein wichtiger Bestandteil des Entscheidungsprozesses sein.

Wenn Sie planen, ein neues Produkt mit UV-Technologie zu bedrucken, ist es am besten, das Material selbst zu testen und dabei nicht nur die Bildqualität, sondern auch Haftung, Flexibilität, Haltbarkeit und Wiederholbarkeit zu bewerten.

Ein UV-Drucker kann auf vielen verschiedenen Materialien hervorragende Ergebnisse erzielen – die richtige Drucklösung hängt jedoch immer vom jeweiligen Produkt und der Anwendung ab.


Häufig gestellte Fragen

Kann ein UV-Drucker direkt auf Glas drucken?

Ja, UV-Drucker können auf Glas drucken. Die Haftung hängt jedoch von der jeweiligen Glasoberfläche, dem Tintensystem, der Oberflächenvorbereitung und den Aushärtungsbedingungen ab. Für manche Anwendungen ist eine geeignete Grundierung erforderlich.

Kann ein UV-Drucker auf Metall drucken?

Ja. UV-Druck eignet sich für Aluminium, Edelstahl, beschichtete Metalle und andere Metallprodukte. Materialtests werden empfohlen, da unterschiedliche Metalloberflächen und Beschichtungen die Haftung beeinflussen können.

Kann ein UV-Drucker auf flexiblen Materialien drucken?

Ja, aber Flexibilität ist wichtig. Materialien, die wiederholt gebogen werden, erfordern möglicherweise flexible UV-Tinte und eine optimierte Druckkonfiguration, um Risse zu vermeiden.

Warum blättert UV-Tinte nach dem Drucken ab?

Mögliche Ursachen sind Oberflächenverunreinigungen, mangelnde Materialverträglichkeit, unzureichende Oberflächenvorbereitung, ungeeignete Grundierung oder falsche Aushärtungsbedingungen.

Soll ich mein tatsächliches Produkt für UV-Drucktests einsenden?

Ja. Bei Spezialprodukten oder großen Produktionsprojekten ist die Prüfung des tatsächlichen Materials eine der besten Möglichkeiten, Druckqualität, Haftung und Haltbarkeit vor der Massenproduktion zu beurteilen.

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